Überlebensausrüstung für Hochsensible

hsp utensilien 1

Hochsensiblen-Utensil Nummer 1: Ohrstöpsel. Bei fast jedem Hochsensiblentreffen wird über sie geredet. Und Menschen, mit denen man gute Unterhaltungen über Ohrstöpsel führen kann, sind im Umkehrschluss fast immer hochsensibel.

Nachdem ich mit den im Drogeriemarkt erhältlichen Ohrstöpseln nie ganz glücklich war, habe ich jetzt, dank engagierter Recherche im Internet, eine ganz gute Marke gefunden. Sie sitzen angenehm im Ohr und sind viel weicher und angenehmer als andere Fabrikate. Die Teile heißen Bilsom 303 Large und sind im Internet erhältlich, z.B. beim großen Buch- und Gemischtwarenhändler. Ich weiß, ich will dort auch nichts mehr bestellen, aber ab und zu tu ichs doch. 20 Stück kosten ca. 4 Euro, was auch erheblich preisgünstiger ist, als die Teile im Laden zu kaufen.

Für den schnellen Energieschub: Bachblüten. Ich habe gute Erfahrungen mit der Mischung „Mut und Dynamik“ vom dm gemacht. Ansonsten kenne ich mich mit Bachblüten leider überhaupt nicht aus.

Zur Entspannung vorm Einschlafen oder zwischendurch: ein Augenkissen. Ich bin zum ersten Mal beim Yoga mit Augenkissen in Berührung gekommen. Wer eine Nähmaschine hat kann sie ganz einfach selbst nähen, oder lässt nähen, so wie ich. Das Kissen sollte groß genug sein, um auch noch den Bereich rund um die Augen abzudecken – dadurch wirkt es noch entspannender. Als Füllung ist Leinsamen gut geeignet, wer mag, kann noch ein bisschen Lavendel hinzufügen.

Für guten Schlaf fast unentbehrlich ist ein Nackenstützkissen. Vor einigen Jahren bin ich morgens immer mit total verspanntem Nacken aufgewacht. Nach mehreren Fehlkäufen habe ich jetzt ein richtig teures Kissen. Wenn ich mich ins Bett lege denke ich fast immer: „wow, was hab ich für ein tolles Kopfkissen!“ Es handelt sich also um eine Investition, die sich wirklich bezahlt macht. Für den Kauf empfehle ich ein Bettenfachgeschäft mit guter Beratung (auch wenn ich sowas in München noch nicht gefunden habe).

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13 Gedanken zu “Überlebensausrüstung für Hochsensible

  1. Ich halte mich für hochsensibel, obwohl ich mich nicht gerne in diese „Kategorie“ stecken lasse. Das ist aber eine persönliche Wahrnehmung. Ich weiß, dass es für viele eine große Erleichterung ist, wenn sie auf die Theorie der HS stoßen und sich endlich verstanden fühlen. Das wichtigste ist für mich, persönlich praktizierbare Lösungen und Hilfen zu finden, wie immer man das nun nennen mag, worunter ich früher wirklich teilweise gelitten habe.

    Mit Ohrstöpseln hatte ich anfangs richtig Mühe. Ich fühlte mich unwohl damit und hörte dann das Blut in den Ohren rauschen und solche Dinge und konnte mich trotzdem nicht entspannen. Daher lernte ich, die Geräusche sozusagen zu überhören und trotzdem zu schlafen. Da ich lange in der Stadt wohnte, allerdings in einem 30er-Zonen Wohnviertel mit vielen Einbahnstraßen, konnte ich das üben und es gelang auch überwiegend. Ohrstöpsel brauche ich daher nur selten und kann inzwischen aber damit umgehen, vielleicht auch wegen der guten Alternativen, die es inzwischen gibt. Momentan nutze ich Ohropax Soft ( http://www.ohropax.de/produkte/soft.html ). Diese Woche in München halfen sie mir sehr. Und als ich in mein Kuhdorf zurück kam, war ich zunächst noch so „überdreht“, dass ich jetzt die ersten beiden Nächte daheim auch mit Stöpseln schlief, damit mich nicht mal die Kühe im benachbarten Stall, das Plätschern vom Brunnen vor dem Haus vom Kuhbauern usw. stören. Normalerweise kann ich ganz gut auch ohne Stöpsel schlafen.

    Bachblüten haben mir in manchen Situationen auch schon sehr gut geholfen. Allerdings hab ich keine Ahnung, was ein Augenkissen bringen kann? Ich glaube, es würde mich stören, dass das überhaupt auf meinen Augen liegt.

    Das richtig passende Kissen ist für mich aber auch sehr sehr wichtig, weswegen ich total froh war, es diesmal nach München mitgenommen zu haben. Wobei ich auf dem Rücken nur ohne Kissen, am liebsten ganz flach und auf fester Matratze, liege. Nur zum seitwärts Liegen brauche ich was unterm Kopf.

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    • Momentan brauche ich die Ohrstöpsel auch nur in wenigen Situationen, z.B. wenn ich länger U-Bahn fahre.

      Das Augenkissen ist durch das Gewicht sehr entspannend für die Augen und die sie umgebenden Muskeln. Ich empfinde es als sehr angenehm, es ist aber vielleicht für manche auch störend, dass was auf den Augen liegt.

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      • Nachdem ich meinen Kommentar oben geschrieben hatte, stellte ich gestern Abend beim Zubettgehen fest, wie es mich stresst, dass eine helle Straßenlaterne nah an meinem SchlafzimmerDACHfenster steht, so dass es total hell leuchtet, wenn ich das Fenster bei den momentanen Temperaturen auch nachts offen haben möchte. Es lässt sich abdunkeln, aber wenn man es öffnet, öffnet sich die Abdunklung mit. Da dachte ich an dein Augenkissen und ob mir das grad helfen würde und ob ich damit nicht das Gefühl hätte, ein Scheinwerfer sei auf meine Augen gerichtet und hindere mich am Schlafen.

        Letztlich haben mir wieder – wie schon oft – die Steine geholfen, wenn ich mich schwer tue mit Einschlafen. Ein Bergkristall-Zweiender in der einen Hand, ein Stein von draußen, den ich mal vom Weg aufgehoben habe, in der anderen. So gleite ich, wenn es sonst nicht klappen will, meist sehr rasch in den Schlaf.

        Und dann fiel mir heute im Lauf des Tages noch ein, dass ich beim nächsten Mal das Kirschkernkissen in Katzenform als Augenkissen versuchen könnte, das mir meine Kollegin kürzlich geschenkt hat (selbst gemacht) und das zum Wärmen gedacht ist, statt einer Wärmflache. Mal sehen… 😉

        Es ist schön, wenn man mit der Zeit Mittel und Wege findet, trotzdem immer wieder zu entspannen und runter zu kommen.

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      • Vielleicht ist das Kirschkernkissen etwas schwer, aber einen Versuch ist es wert – wenn du jemanden mit Nähmaschine kennst ist so ein Augenkissen auch schnell genäht. Meine nächsten HSP-Utensilien werden übrigens ein Tageslichtwecker und eine Lichttherapielampe sein. Steine mag ich auch sehr gern, habe viele auf meiner Fensterbank und neben dem Bett. Meist nehme ich die aber nicht in die Hand, sondern schaue sie einfach an.

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      • Gestern hab ichs versucht mit dem Kirschkernkissen und es tat tatsächlich gut, auch wenn es ein wenig leichter hätte sein dürfen. Eine Nähmaschine hab ich selbst und werde das bei Gelegenheit mal probieren, mir so eins selbst zu nähen und mit Sesam füllen, wie du angeregt hast.

        Ein Tageslichtwecker ist interessant, obwohl ich inzwischen relativ häufig kurz vor dem Weckerläuten eh aufwache und dann nicht abwarten muss, bis das Ding lospiept, was mir am liebsten ist 😉

        Meinst du mit Lichttherapielampe so eine, die die Farbe wechseln kann und man diese einstellen kann, je nach Bedürfnis?

        Das mit den Steinen in die Hand nehmen begann vor vielen Jahren, als wir in Bayern beim Wandern waren. Es lagen so rötliche Steine am Weg, die zogen mich an. Ich hob sie auf und trug sie eine Weile in der Hand. Stellte dabei fest, dass sie heiß werden und dass mir das gut tut. Also kamen sie mit nach Hause. Kurz drauf hab ich meinen Reiki I Kurs gemacht und mich so näher mit den Energien befasst, die ich spüre. Bis heute ist es so: Wenn mir ein Stein am Weg auffällt, der mir gut tut – oder auch Edel- bzw. Halbedelsteine, die ich im Lauf der Zeit gesammelt habe, dann werden die sehr warm in meiner Hand. Das ist dann immer ein Zeichen, dass ich mit ihnen reagiere und sie mir gut tun. Manchmal hört das auf und ich kann diesen Stein dann in die Natur zurück bringen.

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      • Wollte heute in einem großen Elektromarkt Tageslichtwecker und Lichttherapielampen anschauen. Gabs beides nicht, ist wohl nur für eine Randgruppe interessant.
        Mit Lichttherapielampe meine ich eine Lampe zur Behandlung von Winterdepressionen. Ich bin da leider ein bisschen anfällig und bin jetzt draufgekommen, dass diese Lampen gar nicht so teuer sind.
        Ich hab auch schon Steine wieder in der Natur ausgesetzt. Ich komme aber auch ständig in Versuchung, an der Isar Steine mitzunehmen. Ich habe auch einige gekaufte Steine, aber seit ich in dem Buch von Luisa Francia gelesen habe, dass das oft Fälschungen sind, sind mir die selbst gesammelten lieber.

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      • Hm, was für Randgruppen? Echt jetzt? Dann wirst du hoffentlich trotzdem bald fündig.
        Verstehe. Mit dieser Art Lampen hab ich mich noch nicht näher befasst, obwohl ich mitbekommen habe, dass es sie gibt.
        Gott sei Dank ist meine emotionale Verfassung seit vielen Jahren unabhängig vom Wetter geworden. Da drum bin ich schon sehr froh. Ist mühsam, wenn das Licht fehlt und die Stimmung entsprechend im Keller.
        Ja, an der Isar könnte man ohne Ende… Ich erinnere mich da an einen Tag mit Steinesammeln… Ach, so viele Farben, so schöne Musterungen, wunderbar.
        Ja, das mit den Fälschungen gefällt mir auch nicht; auch nicht das künstliche Färben, um einen Effekt zu erzielen. Dann doch lieber Natur pur.

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      • Ich wollte die Lampen mal „in echt“ sehen. Hab heute lustigerweise beim Kustermann eine Lichttherapielampe gesehen. Damit hätte ich nicht gerechnet, ich dachte da gibts nur Haushaltsgeräte.
        Das ist beneidenswert. Ich leider leider immer im Winter oder bei wenig Sonnenschein.
        Die Isar ist einer meiner Lieblingsorte in München. Nur bei schönem Sommerwetter abends definitiv nicht empfehlenswert. Ich hab den Eindruck, dass das mit den Parties und dem Krach an der Isar immer schlimmer wird. Leider 😦

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      • Na klar, in echt sehen ist wichtig, bevor man sich entschließt sowas anzuschaffen, da sie vermutlich auch nicht ganz günstig sein dürften.

        Schau, schau… Der Kustermann hat – soweit ich weiß – vor allem Qualität. Und teils eine große Auswahl. Aber sowas hätt ich dort jetzt auch nicht grad vermutet.

        Wenn du im Winter und bei wenig Sonnenschein immer leidest, ist es eine gute Idee, etwas mit Licht dagegen zu tun. Magst du eigentlich Solarien? Ich hatte vor vielen Jahren mal eine Phase, wo es mir total gut tat, über den Winter immer mal wieder ins Solarium zu gehen und so quasi Sonne zu tanken.

        Ich war fast noch nie bei Sommerwetter abends an der Isar, aber ich kann mir vorstellen, dass da richtig viel los ist, quasi Party-Szene. Ich hatte einen Onkel, der ganze Tage und Nächte an der Isar mit Feuer, Trinken und eben auch Schlafen verbrachte, vor allem bei schönem Wetter. Meins wärs auch nicht unbedingt.

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      • Bei Solarien bin ich immer skeptisch, ob das gesund ist. Außerdem hätte ich gern was, wo ich nicht aus dem Haus gehen muss.
        Das mit den Parties an der Isar hat leider überhand genommen. Aber ist ja klar, die 20.000 Leute, die jedes Jahr nach München ziehen, wollen auch irgendwo ihre Freizeit verbringen.
        Wenns nicht so voll und laut wäre, würde ich mich auch gern mal abends an die Isar setzen.
        Aber solche Probleme hast du in deinem schweizer Dorf sicher nicht…

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      • Ja, verstehe. Da mir das Licht vom Solarium, die Wärme auf der Haut und das außer Haus sein zu jener Zeit (daheim wurde es mir langsam „zu eng“) gut tat, war es in jeder Hinsicht gerade passend und im rechten Maß fand ich es sehr wohltuend.
        Soviele Leute ziehen jedes Jahr nach München? Ja, wo sollen die alle hin und wo verbringen die alle ihre Freizeit?!
        Na klar, es würde entspannen, wenn man sich ganz allein an den Fluss setzen könnte und seine Ruhe hätte; würde mir auch so gehen.
        Nein, diese Probleme habe ich in meinem Schweizer Dorf nicht, das stimmt. Hier habe ich andere Probleme, denn wo ist das Leben schon ohne Herausforderungen?
        Schönes Wochenende!

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      • Ja, München wird immer voller. Wo die Leute alle hinsollen? Häuser mit relativ großen Gärten werden abgerissen und bis an die Grundstücksgrenze zugebaut (hier in Sendling-Westpark gibts mehrere solche Fälle). Die U-Bahn wird auch jedes Jahr voller.
        Ich bin in einem Dorf aufgewachsen und eine Herausforderung wäre für mich das Autofahren. Trotzdem überlege ich öfter, mal wieder aufs Land zu ziehen.

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      • Das gibts hier auch, dass jedes Fleckchen zugebaut wird. Durch die hügelige Landschaft kann man ja nicht überall bauen.

        Du fährst nicht gerne Auto? Ich würde ganz gerne, aber ich hab keins. Es geht hier mit den Öffentlichen zum Glück ganz gut. Von meinem Kuhdorf zur Arbeitsstelle brauche ich etwa 40 Min. einfach, aber die Öffentlichen sind hier wirklich ziemlich zuverlässig.

        Als „Augenkissen“ dient mir im Moment ein kleines Handtüchlein, das tut gut zum Einschlafen.

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